Festival Europa der Muttersprachen 2018

20.04.2018
Von 12. April bis 30. Juni finden im Literaturhaus Salzburg diskursive Veranstaltungen mit über 20 Autoren, Philosophen, Wissenschaftern etc. aus zehn Ländern statt. Den Rahmen bildet die Ausstellung DER RISS.

Europa-der-Muttersprachen 2018

"Man spürt, dass irgendetwas in der Welt nicht stimmt, wenn man selber so ohne weiteres die Grenzen überschreiten kann, nur deswegen, weil man zufällig in jenem Teil geboren ist. Während die, die im anderen Teil geboren sind, dies nicht können.“ (aus DER RISS)

Zwischen 2013 und 2016 reisten der Journalist Guillermo Abril und der Fotograf Carlos Spottorno an EU-Außengrenzen, recherchierten und dokumentierten die Flüchtlingsbewegungen von Marokko über Lampedusa und den Balkan bis an die finnisch-russische Grenze. Aus zahlreichen Reportagen, Filmen und 25.000 Fotos entstand das ungewöhnliche Buch "La grieta" in Form einer Graphic Novel. Der Band wurde in mehrere Sprachen übersetzt, erschien 2017 auf Deutsch und wurde als beeindruckende Ausstellung umgesetzt, die nach der Premiere in Stuttgart einmalig in Österreich gezeigt wird, bevor sie im Sommer nach Berlin wandert.

DER RISS bildet den Rahmen für das Salzburger Festival Europa der Muttersprachen 2018. Unter dem Titel "Games Without Frontiers?" – angelehnt an den berühmten Antikriegssong von Peter Gabriel – wurden zehn Abende organisiert, die sich in Diskussionen und Lesungen mit wichtigen europäischen Fragen beschäftigen wie z.B. Identität, Integration, Nationalismus, Populismus, Flucht, Arbeit, Krise und Sinn. Dazu kommen prominente Autoren und Publizisten ins Literaturhaus Salzburg: von Hamed Abdel-Samad und Isolde Charim über Catalin Dorian Florescu und Karl-Markus Gauß bis Andrej Kurkow, Jaroslav Rudis und Ilija Trojanow. Sie alle bewegt die Zukunft Europas, denn das europäische Friedensprojekt ist ins Waken gekommen. Wohin geht die Reise?

Informationen im BOOKLET sowie online: Europa der Muttersprachen 2018