Europa der Muttersprachen Festival : Mai - Juni 2019

10.04.2019
International bekannte Autoren aus Kroatien, Schottland, Tschechien, Syrien etc. vermessen mit ihren Geschichten den Kontinent – von Bulgarien bis Litauen, von Moskau bis London – und fragen: Quo vadis, Europa? Zum Festival im Literaturhaus Salzburg wird die Ausstellung "Das Buch der Opritschniks" von Vladimir Sorokin und Yaroslav Schwarzstein gezeigt.

-> Programm EUROPA DER MUTTERSPRACHEN 2019

Unerhörte Geschichten bemächtigen sich Europas. Zwischen dem Armenhaus Bulgarien und der Metropole London vermischen sich Träume und Sehnsüchte mit der Unzumutbarkeit des Realen. Gibt es ein Europa für alle? Oder zerbricht es gerade? Folgt auf ein dystopisches Narrativ samt Rückzug in die (digitale) Behaglichkeit der Dinge eine Revolution gegen die inneren und äußeren Grenzen? Ist Freiheit nur mehr hinter Mauern möglich, Europa bloße Utopie?

Die europäische Literatur reflektiert mehr denn je Wirklichkeiten politischer Ratlosigkeit, Auswüchse ökonomischer Interessen und Erschütterungen des Ichs. Texte entwerfen sprachgewaltig und poetisch, mit Phantasie und Humor Gegenwelten. Autorinnen und Autoren bauen Brücken zwischen Vergangenem und Zukünftigem, zwischen Ost und West, zwischen Erlebtem und Erfundenem. Gelingt die Flucht in ein neues Europa?

Zehn Autor*innen und Künstler*innen aus mindestens acht Ländern erzählen im Frühjahr 2019 im Literaturhaus Salzburg Geschichten zwischen Syrien und Russland, zwischen Bosnien und Litauen. Sie reden miteinander, stellen aus – und fragen nach ihrer Identität, der Identität Europas. Woher kommen wir? Und wohin gehen wir?