Bachmann in Rom, 1962

17.12.2019
Die Ausstellung zeigt Fotografien der österreichischen Dichterin Ingeborg Bachmann, die Heinz Bachmann in Rom 1962 von seiner berühmten Schwester gemacht hat – sowie die Kamera und einen Kurzfilm.

Film: "Ingeborg Bachmann in Italien. Autobiographische und dichterische Notizen" von Gerda Haller (ORF, 1973, 24 Minuten)

Ausstellung bis 3. April 2020

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr sowie bei Abendveranstaltungen
(bei Vormittagsveranstaltungen eingeschränkter Besuch)

 

Zu Weihnachten 1961 bekam Heinz Bachmann von seinem Vater eine Agfa-Spiegelreflex-Kamera geschenkt. Im April 1962 besuchte er mit seinen Eltern – vom Heimathaus in Klagenfurt mit dem Auto aufbrechend – die berühmte Schwester Ingeborg in Rom, die damals mit dem Schweizer Schriftsteller Max Frisch in der gemeinsamen Wohnung in der Via Notaris lebte. Dabei entstand Heinz Bachmanns Fotoserie mit Porträts von Ingeborg. Eine Auswahl der Bilder sowie der Original-Fotoapparat werden im Literaturhaus Salzburg ausgestellt.

„An einem der ersten Tage drückte Ingeborg mir 3 schwarz/weiss Filme in die Hand und bat mich, Aufnahmen von ihr zu machen, denn sie war mit den sonst verfügbaren Fotos nicht glücklich. So entstanden insgesamt über 70 Porträtfotos. Wir machten die Aufnahmen in der Wohnung, auf der Terrasse, ebenso während unserer Spaziergänge in Begleitung der Eltern in der Nähe des Forums und in den Straßen Roms auf dem Weg dorthin. Auf mehreren Aufnahmen sieht man das Forum im Hintergrund. Es fiel mir erst vor Kurzem auf, dass ich von Max Frisch kein einziges Foto gemacht hatte. Vielleicht hatte ich da eine Vorahnung ... Die Filme gab Ingeborg zum Entwickeln und die Negative dem Piper Verlag, der sie dann weiter für viele Bucherscheinungen verwendete. (...) Es wurde die meistverwendete Fotoserie meiner Schwester.“ (Erinnerungen von Heinz Bachmann)

Eintritt: frei • Veranstalter: Verein Literaturhaus, Literaturforum Leselampe, Frauenbüro der Stadt Salzburg, Literaturarchiv Salzburg – mit Dank an Walter Pobaschnig und den ORF.