mitSprache. Netzwerk der österreichischen Häuser der Literatur (ÖHL)

Franz Schuh erhält 2005 mitSprache-Essaypreis
mitSprache unterwegs 2009/ 2010: Anna Kim in Grönland, Doron Rabinovici in Sri Lanka
Josef Winkler, Peter Waterhouse, Sabine Gruber u.a. AutorInnen hielten im Herbst 2012 an verschiedenen Orten in Österreich "Reden zur Situation"
ÖHL-mitSprache Sitzung 2012 in den Räumen der Österreichischen Gesellschaft für Literatur in Wien

mitSprache ist ein gemeinsames Projekt der Literaturhäuser und Literaturzentren in Österreich: Alte Schmiede (Wien), Österreichische Gesellschaft für Literatur (Wien), Literaturhaus Wien, Literaturhaus Mattersburg, StifterHaus Linz, Literaturhaus Salzburg, Literaturhaus Graz, Robert Musil Institut (Klagenfurt), Literaturhaus am Inn (Innsbruck), Franz Michael Felder Archiv (Bregenz).

Im Jahr 2003 wurde bei einem Treffen beschlossen, regelmäßig überregional zusammenzuarbeiten, in Projekten Autorinnen und Autoren einzuladen, einen literarisch-historisch-politisch-kritischen Blick auf Zustände zu werfen und diese in Texten zu reflektieren und zu kommentieren. Als wiederkehrender Titel dieser österreichweiten Kooperation wurde "mitSprache" gewählt.

2004 beschäftigte man sich in Veranstaltungsschwerpunkten mit dem Thema Literatur und Demokratie (z.B. in Salzburg die Podiumsdiskussion "Sprache & Macht"), im "Gedankenjahr" 2005 (60 Jahre II. Republik, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU-Mitglied etc.) wurden Jubiläums-Essaypreise an Bettina Balaka und Franz Schuh verliehen, 2006 galt das Augenmerk Literatur & Identität, 2007 Literatur & Medien.

Versehen mit einem Stipendium des Kulturministeriums reisten im Jahr 2009/2010 nach Auswahl der Literaturhaus-LeiterInnen zehn österreichische AutorInnen (z.B. Christoph W. Bauer, Anna Kim, Radek Knapp, Lydia Mischkulnig, Martin Pollak, Doron Rabinovici, Peter Rosei, Sabine Scholl) auf den Spuren von Joseph Roth durch die Welt und verfassten unter dem Titel mitSprache unterwegs Blogs und Reportagen; daraus entstand ein Buch (Edition Atelier, 2010), das im ORF-Radiokulturhaus von Ilija Trojanow präsentiert wurde, sowie eine Ö1-Sommer-Radioreihe mit SchriftstellerInnen.

Seitdem wird das Projekt zweijährig durchgeführt, auch um eine intensivere Vorbereitungszeit für die Entwicklung und Organisation zu ermöglichen. 2011 wurden österreichische SchriftstellerInnen eingeladen, Konzeptideen für kritische Reden zur Situation auszuarbeiten. Aus den Einreichungen wurden zehn Themen ausgesucht, AutorInnen wie z.B. Sabine Gruber, Bodo Hell, Ludwig Laher, Margit Schreiner, Vladimir Vertlib und Peter Waterhouse mit dem Verfassen einer Rede beauftragt, die sie rund um den Nationalfeiertag an speziellen Orten wie z.B. Wiener Stephansplatz, Grazer Landesgericht für Strafsachen, Fußballstadion Mattersburg etc. vortrugen. -> Winkler-Rede in Salzburg

Alle Reden wurden medial begleitet, im Internet präsentiert und filmisch aufgezeichnet. Die "Salzburger Rede" von Josef Winkler – später im Wieser Verlag unter neuem Titel als Buch publiziert – erregte große mediale Aufmerksamkeit, siehe z.B. Der Standard

Gut zwei Jahre Vorbereitung mit zig Diskussionsforen im Vorfeld gab es für die 1. österreichische Enquete zum Thema Literatur im Umbruch, die im Herbst 2016 in Wien stattfindet. Zur Tagung erscheint der Band "Zwischen Schreiben und Lesen" (Klever Verlag) mit Texten von elf heimischen AutorInnen. Infos:

-> Homepage mitSprache