
- Genre: Lesung & Gespräch
- Beteiligte: Franzobel
Veranstalter: Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Literaturhaus
Hundert Wörter für Schnee
Veranstalter: Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Literaturhaus
Nach seinen historischen Romanen „Das Floß der Medusa“ (2017) und „Die Eroberung Amerikas“ (2021) erzählt Franzobel in seinem neuen Roman „Hundert Wörter für Schnee“ (Zsolnay Verlag, 2025) die abenteuerliche Geschichte der Eroberung des Nordpols. Der österreichische Autor liest und spricht mit Manfred Mittermayer.
Im Herbst 1897 bringt der US-amerikanische Entdecker und Abenteurer Robert Peary sechs Inughuit, so der Name der im Norden Grönlands lebenden Menschen, auf einem Dampfschiff nach New York. Untersucht sollen sie werden, vor allem aber ausgestellt und hergezeigt. Vier von ihnen sterben schnell an Tuberkulose, einer wird zurückgebracht – der neunjährige Minik aber bleibt. Seine Geschichte – Taufe, Schule, betrügerischer Pflegevater, Flucht – sorgt für Schlagzeilen. In Franzobels Roman wird Minik nicht nur zum Spielball zwischen der zivilisierten amerikanischen Kultur und der angeblich primitiven eines Naturvolkes. Sein Schicksal ist ein Heldenlied auf den Überlebenskampf eines beinahe ausgestorbenen Volkes, das bewiesen hat, wie der Mensch selbst in der unwirtlichsten Gegend überleben kann.
Franzobel, geb. 1967 in Vöcklabruck als Franz Stefan Griebl, lebt in Wien. Er schreibt Romane, Theaterstücke und Kinderbücher u.a., für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschienen der Roman „Einsteins Hirn“ (2023) und „Einwürfe – Die besten Sportkolumnen“ (2024). 2024 wurde sein Stück „Wolf“ uraufgeführt.